Das Rauschen in unseren Köpfen, Svenja Gräfen

Sonntag, Mai 14, 2017

Ich möchte wieder mehr über Bücher schreiben, zumindest die Guten. Weil irgendwann hatte ich aufgehört viel zu lesen, weil mich kein Buch mehr packen konnte, Geschichten so wiederkehrend erschienen. Vielleicht liegt es auch an der Sprache, das hat zumindest Svenja Gräfens Werk geschafft und mich mit Sprache überzeugt.


Eigentlich ist es eine Liebesgeschichte. Eine, die ganz plötzlich anfängt und intensiv ist, die von Lene und Hendrik. Und dann eine Geschichte über Entfremdung. Über trauriges Schweigen und über Kindheit und Vergangenheiten, die einen formen.

"Der Wasserkocher auf der Fensterbank kocht Wasser, und ein Stück Scheibe beschlägt. Hannas Hand umfasst den Griff, sie gießt den Kaffee auf, stellt den Kocher zurück, sie setzt sich [...]"

Viel über den Inhalt will ich und kann ich gar nicht sagen, weil das durch die teils etwas kryptische Erzählweise für jeden Leser bestimmt auch anders wirkt.
Ich zumindest war ganz angetan von den starken Satzbauten und wie Svenja Gräfens Sätze Momente einfangen und sie den Alltag in schöne Worte einpacken kann.

Was das Buch bei mir geschafft hat:
Auf dem Balkon sitzen, weil es endlich mal warm genug dazu war und mit dem Lesen aufhören und in die Luft starren und über sein eigenes Leben nachdenken.
Und die Folgerung dann:
Dass gute Bücher einen zum Nachdenken bringen und sich nicht nur runterlesen lassen (das war mir natürlich schon etwas länger klar, aber jetzt mal niedergeschrieben). Und das ist das Ziel, mehr von diesen Büchern zu lesen, aber erst einmal finden müssen. Vorschläge bitte gerne hier teilen.
Lieblingsstelle:
Das 35. Kapitel und der ganze letzte Teil ab Seite 193. 😍

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4 comments

  1. hallo meine liebe, ich danke dir sehr fuer deine Worte. ja ich kann tasachlich leicht auf Menschen zu gehe, doch mein Freund nicht. er hat es erst auf unserer Reise sozusagen gelernt. Ich bin mir sicher das jeder Mensch das beim reisen offener wird. Auch du;)
    Ich wuerde mich freuen wen du mehr uber deine lieblings Buecher schreiben wuerdest. Dieses hier klingt super, das schreibe ich gleich auf meine Liste der Buecher wenn ich wieder in Deutschland bin.

    In meinem letzten Post habe ich eine kleine Kurzgeschite verfasst, die mich durch eine Situation sehr inspiriert hat, ich wurde mich freuen was du daruber denkst oder ob du auch schon mal so eine Situation durchlebt hast. Kuesse aus Inonesien, Laura

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  2. Was du am Anfang schreibst kenn ich gut. Der Wunsch wieder mehr zu lesen ist da, aber irgendwie findet man einfach kein Buch was einen fesselt. So geht es mir in letzter Zeit auch..
    Dieses Buch klingt allerdings echt interessant, vielleicht wage ich mich da mal wieder ran, bin auch ein Fan von Büchern, die zum Nachdenken anregen!
    Schöner Blog und lieber Grüße,
    https://soulstories-amandalea.blogspot.de

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    1. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Der Sommer hilft auch immer ein bisschen beim Bücher lesen, finde ich. Kann man auch schön in der Sonne tun und man verbringt nicht so viel Zeit mit dem Internet. :) lg

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  3. Das Gefühl, dass kein Buch einen mehr so richtig Packen kann, dass kenne ich. Ich habe auch sehr oft solche Phasen und brauche auch wirklich immer sehr lange bis ich das perfekte Buch für mich gefunden habe.
    Das Buch klingt interessant und weil es sich so anhört, als hättest du höhere Ansprüche, was gute Bücher betrifft werde ich es glaube ich mal probelesen :-)

    Liebe Grüße
    Anna :-)

    https://wwwannablogde.blogspot.de

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“People sometimes say that the way things happen in the movies is unreal, but actually, it's the way things happen to you in life that's unreal. The movies make emotions look strong and real, whereas when things really do happen to you, it's like you're watching television -- you don't feel anything.” - Andy Warhol